Neubau Pharmazeutisches Institut Bonn

Wettbewerbsbeitrag erster Preis, Entwurf K9 Architekten Freiburg, Visualisierung LINK3D Freiburg. Ganz herzliche Glückwünsche gehen an das Entwurfsteam von K9 Architekten Freiburg, die beim Wettbewerb Neubau Pharmazeutisches Institut Bonn in einem starken Teilnehmerfeld für Ihrem Entwurf mit einem ersten Platz belohnt wurden! Wir bedanken uns für die wunderbare, sehr wertschätzende Zusammenarbeit und freuen uns mit den Preisträgern.

 

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Die Anordnung des Gebäudes auf dem Grundstück reagiert eindeutig auf den im Masterplan vorgegebenen Boulevard der die städtebauliche Struktur des Campus manifestiert.
Das Gebäude in der Form eines Riegels wird an der Nordwestseite in der gesamten Tiefe des Grundstücks angeordnet. Die einladende Stirnseite des Laborgebäudes in Verbindung mit der Längsfassade des Bestandsgebäudes ergeben eine, in der Tiefe versetzte, aber dennoch klare Raumkante zum Boulevard. Durch die Entscheidung den Riegel zum Boulevard dreigeschossig und zum Bestandsgebäude viergeschossig auszuformulieren zeigt sich der gelungene Umgang mit der Topografie des Grundstücks.
Die topografische Struktur wird durch die zwei Eingangsebenen sowohl auf der Ebene des Boulevards als auch auf der tiefer liegenden Eingangsebene des Bestandsgebäudes aufgenommen.
Mit einer gelungenen Freiraumgestaltung und einer durchdachten Wegeführung wird die räumliche Verbindung zwischen den beiden Baukörpern, Bestand und Neubau, hergestellt.
Über den „Marktplatz der Pharmazie“ als Mittelpunkt und Drehkreuz wird sowohl in der Wegeführung, den unterschiedlichen Eingangsbereichen als auch durch die Fuge im Gebäude auf die vorhandene Wegebeziehung in Nord-West Richtung reagiert.
Die Aufenthaltsqualität entsteht durch die gelungene Verbindung zwischen dem Gebäude und dem Freiraum. Dieser Aspekt zeichnet die Arbeit aus und unterstützt den Campusgedanken.
Die Verteilung der Funktionsbereiche im Grundriss erscheint logisch und wird durch die Fuge im Gebäude herausgearbeitet. Die Funktionsbereiche Lehre und Forschung sind eindeutig getrennt, die Wegebeziehungen ist kompakt und dennoch entsteht über die Anordnung der Treppen und der Aufenthaltszonen eine große räumliche Qualität. Die klare Rasterung des Gebäudes ermöglicht eine flexible und Aufteilung. Die unterschiedlichen Licht-, Lärm– und Raumqualitäten der Umgebung werden beachtet.
Die Fassade ist als Lochfassade ausgebildet. Differenziert erscheinen die Fassaden durch die unterschiedlich großen Fenstern, dadurch wird je nach Nutzung und Himmelsrichtung – eine Beziehung von Innen und Außen hergestellt.
Die Sprache der Oberfläche in Form einer Keramikfassade wird differenziert herausgearbeitet, das Erscheinungsbild der Fassade wirkt zeitlos und elegant.
Die städtebauliche differenzierte Ausformulierung bezogen auf die Topografie als auch in der Auseinandersetzung mit dem Campusgedanken spiegelt sich auch in der architektonischen Umsetzung in der gleichen Sorgfalt wieder, dadurch zeichnet sich die Arbeit insgesamt aus.

 

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