Robert-Schuman-Platz Bitburg, 3. Preis, Entwurf Gutschker Dongus Landschafts-/ Umweltplaner und Landschaftsarchitekten Odernheim, Visualisierung/Wettbewerbsperspektive von LINK3D Freiburg

Wettbewerb Robert-Schuman-Platz Bitburg, 3. Preis

Neugestaltung Umfeld Robert-Schuman-Platz Bitburg, 3. Preis, Entwurf Gutschker Dongus Landschafts-/ Umweltplaner und Landschaftsarchitekten Odernheim, Visualisierung/Wettbewerbsperspektive von LINK3D Freiburg

Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll:

Der Entwurf besticht durch die radikale Idee der Umgestaltung der MariaKundenreich-Straße zu einem verkehrsberuhigten Boulevard. In Kombination mit dem Grünband wird am Nordrand des Robert-Schuman-Platzes ein eigenständiger Raum geschaffen, der neue Aufenthaltsqualiäten für den Ort aufzeigt. Die Inszenierung des Boulevards durch den mittigen Zeitstrahl ist einprägsam. Die angelagerten Dreiecksplätze sind unterschiedlichen Epochen gewidmet und werden durch Sitzmöglichkeiten und Infostelen angemessen gestaltet. Leider wird die Zeitachse inhaltlich nicht weiter konkretisiert. Kontrovers diskutiert wird die formale Ausprägung der Dreiecksflächen, der bewusst inszenierte Kontrast zur starren und geradlinigen Bebauung der Kaserne überzeugt nicht vollständig. Die Materialwahl mit Cortenstahl und Holz ist durchgängig, wirkt für diesen spezifischen Ort etwas beliebig. Der nördliche Teil des grünen Bands verspricht durch die Gestaltung mit Schmuckbeeten und dem Baumhain eine hohe Erholungswirkung. Die Abschirmung durch die Hainbuchenhecke zum Parkplatz lindert die optische Beeinträchtigung, die Gestaltung wirkt jedoch etwas schematisch. Der geknickte Weg weist eine kleinteilige Wegeführung auf, die zwar durch kleine Ausweitungen unterbrochen wird, in ihrer Alternativlosigkeit als etwas zwanghaft bewertet wird. Die Zugangssituation zum Kindergarten ist funktional etwas unterdimensioniert.

Leider zeigt die Arbeit für das gesamte Wettbewerbsgebiet des Robert Schuman Platz Bitburg keine durchgängige Entwurfsidee auf: das grüne Band ist nur fragmentarisch umgesetzt und weist gerade im Süden nur wenig Qualitäten auf. Die Errichtung einer Mauer an der Else-Kallmann-Straße wird als unverhältnismäßig aufwändig eingeschätzt. Die platzartige Aufweitung am Alten Wachhaus wird als angemessene Geste zum Umgang mit der Situation bewertet. Insgesamt stellt die Arbeit trotz der aufgeführten Defizite einen guten Beitrag zur gestellten Aufgabe, weil sie für den Bereich der Maria-Kundenreich-Straße eine neue stadträumliche Perspektive mit hoher Aufenthaltsqualität aufzeigt und eine wirtschaftliche Umsetzung erwarten lässt.

 

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