Neubau Anne-Frank-Realschule plus Montabaur, Entwurf Ingo Schneider Architekten & Ingenieure, Visualisierung LINK3D Freiburg

Neubau Anne-Frank-Realschule plus Montabaur, Entwurf Ingo Schneider Architekten & Ingenieure, Visualisierung LINK3D Freiburg

Anerkennung beim Wettbewerb Neubau Anne-Frank-Realschule plus Montabaur für den Entwurf Ingo Schneider Architekten & Ingenieure, Visualisierung LINK3D Freiburg

Die bestehende Anne-Frank-Realschule plus (AFR) in Montabaur mit zurzeit ca. 530 Schülerinnen und Schülern steht in der Trägerschaft des Westerwaldkreises.

Die seit 1969 als Realschule betriebene Schule wurde im Jahr 2009 zur Realschule plus umgewidmet. („plus“ bezeichnet Schulen mir Berufsvorbereitung).

Das bestehende Gebäude der AFR ist derzeit in einem schlechten baulichen Zustand und entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Schule. Daher wurde beschlossen, ein neues, zeitgemäßes Gebäude für die Nutzung der Schule in Nachbarschaft der anderen Schulen in Montabaur zu errichten. Im Zusammenhang mit dem Neubau der Realschule plus soll auf dem gleichen Grundstück ein Teil der Kreismusikschule untergebracht werden. In einem zusätzlichen Ideenteil soll ein städtebaulicher Baustein für eine mögliche Erweiterung der Schule um eine Mensa mit Küche entwickelt werden.

Das Raumprogramm des Realisierungsteils umfasst ca. 3 580 qm Nutzfläche.

Als Baugrundstück steht ein kreiseigener ehemaliger Sportplatz in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Landesmusikgymnasium, zum Mons-Tabor-Gymnasium sowie zur Heinrich-Roth-Realschule plus zur Verfügung.

Gegenstand des Wettbewerbs Neubau Anne-Frank-Realschule plus Montabaur ist der hochbauliche Vorentwurf für den Neubau der Anne-Frank-Realschule plus mit Räumen für die Kreismusikschule, die zugehörigen Freianlagen (Realisierungsteil) sowie die Entwicklung eines städtebaulichen Bausteins zur Erweiterung um eine Mensa mit Küche (Ideenteil) mit dem Ziel eines Gesamtkonzeptes für das gesamte Wettbewerbsgebiet.

Der Landkreis geht davon aus, dass die Teilnehmer bei der Planung die Kostenrichtwerte im Schulbau des Landes Rheinland-Pfalz zu Grunde legen.

Voraussichtliche Termine des Verfahrens: schriftliche Rückfragen über die Vergabeplattform bis 15.8.2019 / Kolloquium am 20.8.2019 / Abgabe der Planunterlagen 31.10.2019.

Die Arbeit verfolgt einen im aktuellen Schulbau sehr eigenwilligen Ansatz eines ruhigen, linearen, kompakten dreigeschossigen Baukörpers, dessen Pausenhof erst durch eine spätere Realisierung der Mensa räumlich gefasst werden würde.
Neben dem leider peripher liegenden, dadurch nur beiläufig zu findenden Haupteingang gibt es noch zwei wichtige Nebeneingänge, deren sich anschließende Treppenhäuser zur Entlastung potentiell langer Wege in den Obergeschossen beitragen.
Kontrovers diskutiert wurde die Ausbildung der innenliegenden Flure: eine räumliche Spannung wird durch getaktetes, quer einfallendes natürliches Licht gesehen, auch die räumlichen Versätze werden anerkannt. Gleichzeitig werden die Flure aber auch als zu verschachtelt und zu eng angesehen. Absolut notwendig wäre, wie auch hier dargestellt, die Fugen durchgängig verglast auszubilden. Positiv gesehen werden die Clusterbildungen an den Gebäudeenden.

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